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Zu Fuß nach Singapur: Leipziger Robert Friedrich auf ungewöhnlicher Fernreise | Von Leipziger Volkszeitung

Robert Friedrich aus Leipzig wandert seit März 2025 über 15.000 Kilometer nach Singapur. Er erlebt kulturelle Highlights und herzliche Begegnungen in Ländern wie Syrien und der Türkei. Jetzt läuft er durch den Irak – und steigt aus Sicherheitsgründen manchmal ins Auto um.

Leipzig. Was zunächst aberwitzig klingt, setzt ein Leipziger seit März 2025 in die Tat um: Robert Friedrich befindet sich auf dem Weg nach Singapur – und zwar weitgehend zu Fuß. Innerhalb von mehr als zwei Jahren möchte der 35-Jährige die Strecke von mehr als 15.000 Kilometern aus Sachsen nach Südostasien gehen.

Nach einer Trennung und dem sich abzeichnenden Ende seines Jobs – so erzählt er es – entschloss Friedrich, sich neue Pfade im Leben zu suchen. „Ich habe mir einfach überlegt, was ein schönes Abenteuer und ein neuer Lebenssinn sein kann. Und dann kam ich auf die Idee, zu Fuß eine Weltreise zu machen“, sagt der Leipziger.

Hochzeit in Syrien und Ballonfahrt in der Türkei

Im Reisegepäck habe der 35-Jährige nur das Nötigste: Einen Wanderrucksack für Klamotten und Essen, ein Zelt und sein Kameraequipment, mit dem er seine Reise dokumentiere. Eine Zeit lang zog er demnach auch noch einen Transportanhänger hinter sich her, von dem er sich im Laufe seiner Reise aber verabschiedet habe. Der Leipziger versucht, täglich etwa 30 Kilometer zu wandern.

Derzeit befindet sich Friedrich im Irak, auf dem Weg Richtung Bagdad, wie er im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur sagt. Aus Sicherheitsgründen – so berichtet er es auf Instagram – nimmt er dabei auch augenscheinlich widerwillig manchmal Mitfahrgelegenheiten in Anspruch. Das Auswärtige Amt rät davon ab, die Region Kurdistan-Irak zu besuchen. Vor Reisen in die restlichen Landesteile wird gewarnt.

Bevor er im Irak unterwegs gewesen sei, habe er unter anderem Osteuropa, die Türkei und Syrien durchquert. Neben Reisehöhepunkten wie beeindruckenden Wasserfällen in Serbien, der Hochzeit eines Freundes in Syrien oder einer Heißluftballonfahrt in Kappadokien schwärmt er von den menschlichen Erfahrungen, die er auf seiner Reise gemacht habe.

Auf seinen Wanderungen böten Einheimische ihm immer wieder Essen, einen Schlafplatz oder sogar Geld an. Manche Reisebekanntschaften seien auch einfach nur interessiert und hörten sich seine Geschichte an. „Es gibt viele, viele menschliche Highlights, die ich rein quantitativ überhaupt nicht beziffern kann“, sagt der 35-Jährige.

Familie, Freunde und Follower immer mit dabei

Auf Instagram folgen dem „Mann mit dem Bart“ mittlerweile mehr als 30.000 Menschen. Hier dokumentiert Friedrich seine Erlebnisse auf den Wanderwegen dieser Welt: den Kontakt mit Einheimischen, besondere kulinarische Erlebnisse oder atemberaubende Naturkulissen und Sehenswürdigkeiten.

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